… Twitter und Videoportale sind die Dinge, die sich in der letzten Zeit am schnellsten vermehrern. Aber lest selber, was unser kleines Stubenflieglein in einem halben Jahr so alles schafft:

Von April bis September bekommt ein einziges Fliegenpärchen 5,6 Billionen Nachkommen. Die Nachkommen dieser Fliegen und deren Nachwuchs erreichen in einem Jahr das Gesamtgewicht von 8.000 Tonnen.

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Meinen Respekt hat dieses Insekt! Mancheiner packt es ja nichtmal einen Nachfolger eine Ebene unter die eigene Position in der Rentenpyramide zu setzen – mich eingeschlossen.

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Sonntag Morgen 12.30. Die Sonne schenkt mir ein Lächeln durch die löchrige Markise des Cafés in Prenzlauer Berg. Ich erwische mich mal wieder wie ich versuche die hart arbeitenden Journalisten um ihre wohlverdienten Einnahmen zu betrügen und schiele beim Frühstücken mit auf die Gazetten meiner anscheinend katergeplagten Tischnachbarn, die bis dahin glaube ich noch nicht verstanden hatten, dass ich die 2 freien Plätze neben Ihnen an dem letzten halbsschattigen Tisch für mich und meinen Frühstücksteller DeLux (das ist der mit dem gleichen Inalt wie der Standard-Teller aber dafür mit ner Schrippe mehr und das Besteck ist auch sauberer) reserviert habe.Spannend, was da so alles steht! Meine Einzige Chance an diesem Morgen Nachrichten (oh das heisst ja heute News) zu ergattern, da das WLAN des Ladens mal wider nicht funktioniert und der von seiner Kleinfamilie geplagte Kerl am Tisch gegenüber seinen Wissensdurst mit einer Frankfurter Sonntagszeitung versucht zu stillen, die definitiv zwei bis drei Schriftgrößen zu klein ist für mich und die Distanz die meine Netzhaut von ihr trennt. Also wieder rüberschielen zum Nachbarpaar und die großlettrigen News einsaugen.

Titelthema: Doping. Und da erinnerte ich mich an eine Begegnung vor ein paar Monaten. Ich war in  München auf einem Kongress und am Rande der Veranstaltung habe zwei Stundenten für ein Beratungsgespräch getroffen, die dabei waren ein Social Network für Sportler zu gründen. Es fehlte ihnen aber noch der genaue Zielgruppenfokus für Ihre Idee. Wir haben den Abend dann noch lange Brainstormsessions abgehalten aber kamen zu keinem klaren Ergebnis. Jetzt 4 Monate später und 100 Schlagzeilen um t-mobile und co. weiter ist mir völlig klar wo die nächste Nische im Web2.0-Sportlermarkt ist: doper – das Social Network für (rad)sportler.

Im Wiki werden die neuesten Tricks ausgetauscht, Sportler können sich gegenseitig Arztempfehlungen geben, in einem StageSpace ähnlichen 3D-Raum könne die Ergebnisse simuliert werden, und das Businessmodel ist auch klar:
Will man extra Privacy-Möglichkeiten zahlt man. Affiliateprogrgamme von Anabolikashops und Vermittlungsprovisionen der Ärzte bringen dazu dann noch genug ein, um ein profitables Unternehmen auf die Beine zu stelle. Da Doping international Erfolge feiert ist die Skalierung des Geschäfts über Internationalisierung auch einfach möglich.

doper.gif

Jetzt muss ich nur noch Herrn Kunath überzeugen, dass das Team trotz der fehlenden eigenen Dopingerfahrung perfekt für den Job ist,  bei Robert Basic die aktuellsten Adsense Verdienststatistiken abgrasen, und wenn ich dann meine Vermittlungsprovision kassiere von den Gründern dann kauf ich mir Sonntags auch mal selber eine Zeitung.

Aber eine mit kleinen Buchstaben.

Bis dahin.